Reuter, Gabriele

Persönlich ..

Passbild Gabriele Reuter

Aufgewachsen in Köln, verschlug es mich beruflich Anfang der siebziger Jahre für zweieinhalb Jahre nach Bonn. Jeden Tag pendelte ich von Köln nach Bonn und zurück. Schon damals reifte in mir der Wunsch, einmal in diesem kleinen liebenswerten Städtchen zu leben. Die ganz große Politik, die der Status als damalige Hauptstadt mit sich brachte, hatte diesem Städtchen mit seinem  provinzialen südlichen Flair nichts anhaben können. Das war der Unterschied zwischen Köln und Bonn, der mich schon damals faszinierte. Elf Jahre später war es dann so weit. Mein Mann ging dort hin, wo ich über einem Jahrzehnt eine Liebe entdeckt hatte, die man schwer beschreiben kann.

Viel Zeit war seitdem ins Land gegangen, in der wir unser Leben gelebt, unseren Sohn bekommen hatten, der inzwischen 18 Monate alt, einen Umzug gut vertragen konnte. Genauso wie den Umgang mit anderen Kindern  in der Krabbelgruppe der von unserem Arbeitgeber eingerichteten Kita, denn er war und blieb ein Einzelkind.

Schon früh merkte ich, dass ich eine andere Auffassung von Leben hatte. Karneval, ein berühmtes Event von Köln, machte ich mit; aber es sagte mir nichts. Der übliche oberflächliche small talk, mit dem man manchmal eine Tür öffnen kann, ebenso wenig. So arbeitete ich fleißig um leben zu können. Ich lebte aber nicht um zu arbeiten. Wenn ich mit dieser Lebensauffassung auch keine großartige Karriere machte, einen Vorteil hatte sie, ich lernte viele Menschen näher kennen. Lernte unsere Gleichheit erkennen, in der wir doch so verschieden sind, das es oberflächlich betrachtet keinen Grund gibt, uns näher miteinander verbunden zu fühlen.

Heute schaue ich bei klarem Wetter manchmal in die Vergangenheit. Dann sehe ich in der Ferne den Kölner Dom und sehe den Colonius. Ich lasse meinen Blick über das Städtchen schweifen in dem alles anfing. Sehe die roten Lichter des Köln Bonner Flughafens und weit darüber hinaus ins Siegerland. Rechts von diesem Bild erheben sich sanft die Berge des Siebengebirges, zu dessen Füßen der romantische Teil des Rheins beginnt. Das sind die Augenblicke in denen ich denke, für mich habe ich alles richtig gemacht.

Meine Beiträge in den Jahrbüchern für das neue Gedicht für die Frankfurter Bibliothek in den Jahren 2003 bis 2006 der Brentano-Gesellschaft in Frankfurt/M. waren meine erstenVeröffentlichungen. Sie fanden viel Beifall und ermutigten mich dazu, mich mehr dem Schreiben zu widmen. Ein kleiner Gedichtband, der demnächst neu aufgelegt wird folgte.

Mein erstes Buch Der Spiegel des Ursprungs erscheint nun im Verlag Kern.

Ganz privat ..

Die Autorin über sich selbst.

Meine Lieblingsbücher: Bücher, die mich zum Verständnis des Seins weiterbringen

Ich lese zur Zeit: Die Indigokinder von Lee Carroll  & Jan Tober

Meine Lieblingsmaler: Alle Maler, die die Welt so malen wie wir sie mit unseren Augen wahrnehmen.

Mein Lieblingskomponist: Händel, Tschaikowsky u.a.

Nachfolgendes künstlerisches Ereignis halte ich für Bedeutungsvoll: Irakisches Jugendorchester. Es vereint Kurden, Araber, Christen, Schiiten und Sunniten. Genau wie das von Barenboim geleitete West-Eastern Divan Orchestra, das aus jungen israelischen und arabischen Musikern besteht.

Dies natürliche Gabe möchte ich besitzen: Geduld

Mein Hauptcharakterzug ist: Verständnis für Unzulänglichkeiten

Mit dieser Person würde ich gerne einmal diskutieren: Dalai Lama

Diese Person(en) bewundere ich: Dalai Lama, Mahatma Gandhi

Vollkommenes Glück bedeutet für mich: Harmonie, Vögel singen zu hören, mich in die Natur zu versenken, in der Nacht den klaren Sternenhimmel zu beobachten

Unglück bedeutet für mich: Disharmonie

Da würde ich gerne leben: In der Toskana

Mein Lieblingsessen: Hausmannskost ohne Knoblauch

Mein schönstes Erlebnis: Die Geburt unseres Sohnes

Was ich liebe: Meine Familie

Was ich verabscheue: Unehrlichkeit, Intoleranz und Geltungssucht

Mein größter Fehler: Erwartungshaltung, mit der ich mir manchmal im Wege stehe

Diese Fehler würde ich verzeihen: Alle Unzulänglichkeiten, die wider besseren Wissens geschehen

Das ist noch geplant: Weitere Gedanken niederschreiben und anderen Menschen damit helfen sich selbst und die Welt  zu erkennen.

Mein Lebensmotto: Alle Menschen so leben lassen wie sie leben möchten.

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Ihr Buch:

9783957160034Der Spiegel des Ursprungs
Roman mit philosophischem Hintergrund

Autorin:  Gabriele Reuter
© Verlag Kern, Bayreuth
ISBN:  9783957160034
ISBN E-Book:  9783957160379
1. Auflage 2014, Softcover, 274 Seiten
Sprache: Deutsch

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Inhalt: Was passiert, wenn sich vier der bedeutendsten Denker der Menschheitsgeschichte – Giordano Bruno, Seneca, Sokrates und Augustinus – treffen und nach Herzenslust über das Sein philosophieren?

Gabriele Reuter lädt den Leser auf eine philosophische Reise ein, die sie durch die Augen der jungen wissbegierigen Julia erlebt. Die vier Philosophen versuchen mithilfe der befreundeten Maria Magdalena, die junge und wissbegierige Christin in die Denkweisen der philosophischen Grundsätze einzuführen und in die Geheimnisse des Naturgesetzes mit seinen Gesetzmäßigkeiten und logischem Ablauf einzuweihen.

Lesung auf der Leipziger Buchmesse 2015

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Im gutbesuchten Literaturcafé in Halle 4 las Gabriele Reuter aus ihrem Roman „Der Spiegel des Ursprungs“. Das Publikum lauschte gerne den Dialogen der großen Denker Sokrates und Giordano Bruno, die u.A. von der Autorin in diesem Roman fiktiv und gekonnt  zusammengeführt wurden.

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Profil Stand: März 2015
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