Dürrenmatt, Hugo

Persönlich ..

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Geburt: Es ist dumm gelaufen, ich wurde nicht geboren. Ich wurde per Geburtszange herausgezerrt, in eine Welt, die ich mir gerne anders vorgestellt hätte. Ich hätte ziemlich beschädigt ausgesehen, sagte man mir.

Schule: Mein Gesicht hat  schon in der Sekundarschule einem Deutschlehrer  nicht gefallen. Ab  jenem Tag, als ich meinen Namen statt mit Umlaut “ü” mit “ue” auf die abgegebenen Arbeiten  geschrieben, weil ich das irgendwo so gesehen hatte, gab er mir die Korrekturen mit ausnehmender Höflichkeit zurück, indem er mich als einziger der Klasse mit Herr bedachte, und mich sehr ausgedehnt, dafür umso lauter, Herr Dueeerrenmatt nannte. Dass er mich dann auch noch in die Primarschule relegierte sei nur nebenbei erwähnt. Ich will ihm seine Zurechnungsfähigkeit nur vermindert anlasten, denn ich war so faul wie talentiert, vermute ich mal, etwas muss es ja gewesen sein, und ich schrieb nach wie vor mit “ueee“, schliesslich hat man ja auch noch einen Rest Selbstwertgefühl. Andere nennen es Sturheit.

Immerhin wurde ich dann trotzdem kaufmännischer Lehrling, was ich ja gar nicht wollte,  und bestand dieselbige Prüfung nicht mal als Letzter der seinerzeitigen SekundarschulkameradInnen. Es ärgert mich heute noch, dass ich den Herrn Küeeenzi mit dem Attest in der Hand nicht besucht habe.  Ansonsten kann man im Roman einiges von mir hinter Agnos Dicker vermuten.

Beruf: Als Bub war mir die Vorstellung Bankbeamter zu werden das Letzte. Ich wurde Bänkeler. Die Betonung auf Bänkeler ist mir sehr wichtig, nicht Banker. Ich wollte immer verdienen, was sie mir als Lohn vorgesehen haben, und, das schwöre ich, das habe ich immer reichlich verdient. Ein Kunde schrieb mich mit sehr geehrter Herr Direktor an. Ein weltberühmtes Künstlerehepaar schenkte mir sein interessantes Buch mit persönlicher Widmung. So was ist bei “Hinterbänklern” zweituntersten Ranges, eine Nasenlänge vor der Putzfrau, speziell. Aber ich habe die Putzfrau nie unwichtiger als mich selber gesehen, die Banker haben  bullisch und bärisches produziert, die Putzfrau hat die Spuren beseitigt, sie viel Geld, das ihnen in diesem Ausmass nie zusteht. Unter ihnen Leute, die nie fähig gewesen wären, einen Zweisatzkontoauszug mit Kontendrehung und rückwirkender Valuta zu rechnen, weil das die damalige Compi-Generation auch nicht schaffte.

Hoffe, dass Sie auch im Roman ab und zu trotz aller Höllenkritik noch ein wenig schmunzeln können.

Hugo Dürrenmatts erster großer Roman Agnos Dickers Visionen – Vorschläge für eine bessere Welt erscheint im Verlag Kern.

Ganz privat ..

Meine Lieblingsbücher: Dostojewski u.a.

Ich lese zur Zeit: „1001 Lüge“ von Evelyne Kern und „Gott im Fokus der Menschheit“ von Hans-Jürgen Ferdinand

Meine Lieblingsmaler: Albert Anker, Dali, Rubens usw.

Mein Lieblingskomponist: Beethoven, Mozart, Bernstein, u.v.a.

Nachfolgendes künstlerisches Ereignis halte ich für Bedeutungsvoll: Tinguelis Werke.

Diese natürliche Gabe möchte ich besitzen: bedingungslos lieben können.

Mein Hauptcharakterzug ist: Verantwortungsbewusstsein, meine ich.

Mit dieser Person würde ich gerne einmal diskutieren: Edith Piaf, habe sie aufgesucht, zu spät.

Diese Person(en) bewundere ich: Den Schweizer Henri Dunant – Gründer des Roten Kreuzes, Mahatma Gandhi, Nelson Mandela und alle Menschen, die für Gerechtigkeit kämpften, sogar unter Lebensgefahr.

Vollkommenes Glück bedeutet für mich: Gibt es das?

Unglück bedeutet für mich: Wenn das alles gewesen wäre, ich fände es für all jene, denen es im Leben weniger gut ging als mir ungerecht.

Da würde ich gerne leben: Im Paradies, dessen wir uns leider gar nicht bewusst sind, es könnte das einzige sein

Mein Lieblingsessen: Berner Rösti, Spaghetti, leider viel zu viele.

Mein schönstes Erlebnis: Die Begegnung mit Walen im Indischen Ozean.

Was ich liebe: Das Leben.

Was ich verabscheue: Alle Diktaturen, Heuchelei, Ignoranz, Arroganz, Lüge.

Mein größter Fehler: Zumindest die Schwachstelle meiner Jugend lässt sich im Roman Agnos Dickers Visionen erahnen.

Diese Fehler würde ich verzeihen: Eine Schwäche ist mir leider geblieben, ich vergesse nicht leicht, jedenfalls nicht was ich sollte.

Das ist noch geplant: Eine Religion des Unglaubens, des Denkens und der Hoffnung.

Mein Lebensmotto: Ehrlich währt am längsten.

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Sein Werk:

9783957160195

Agnos Dickers Visionen

Vorschläge für eine bessere Welt

Roman

© 2014 Verlag Kern
Autor: Hugo Dürrenmatt
ISBN 9783957160-195
ISBN E-Book: 9783957160-553
1. Auflage, August 2014
Hardcover, 785 Seiten

>>hier kostenpflichtig bestellen

Seine Linkempfehlung: www.hugo-duerrenmatt.ch

Joggeli kann nicht glauben, umso intensiver hoffen
Erzählung und Einleitung von Hugo Dürrenmatt zum ethischen Roman „Agnos Dickers Visionen“ und der LIPUTS-Bandbreitenphilosophie, über die er zum wunderschönen Begriff „Das demokratische Kapital“ fand.
Datum: 22.06.2018 | Size: 1.09 MB | Downloads: 633

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Profil Stand: Juni 2018
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